Culture fishing

Ebru – die Kunst des Malens auf dem Wasser

Abgeleit­et vom per­sis­chen „abr o bad“ für „Wolke und Wind“. Es ist eine alte Handw­erk­stech­nik, deren Ursprung man in Zen­tralasien ver­mutet. Über die Sei­den­straße und den Iran gelangte sie in die Türkei wo sie weit­er­en­twick­elt und ver­fein­ert wurde. Dies war um 1500 herum. In Europa ken­nt man Ebruw­erke als „Türkisches Papi­er“.
Seit 2014 gilt die Ebrukun­st als geistiges Weltkul­turerbe der Türkei. Dabei wer­den Erd­far­ben (Pig­mente) mit Wass­er und Ochsen­galle ver­mis­cht und auf eine „Schlichte“ aus Wass­er und Car­rageen (irländischem Moos) mit Hil­fe von Pin­seln oder Pipet­ten getropft. Daraus entste­hen faszinierende Muster, die man entwed­er sich völlig frei ent­fal­ten lässt oder noch in Form bringt. Es gibt 12 ver­schiedene Arten von Ebru, die am weitesten ver­bre­it­ete ist das Hatip-Ebru. Dabei wird mit Hil­fe ein­er Ahle die Farbe z.B. zu Blu­men geformt. Schließlich legt man ein Papi­er auf die Oberfläche, welch­es die Far­ben dann annimmt.

Der Ruck­sack Ebre beste­ht aus Snap­pap, einem Papi­er mit Latex­an­teil welch­es sich nähen lässt und waschbar ist. Auf der Vorder­seite habe ich eine Vari­ante der Ebrutech­nik angewen­det, welche ursprünglich für Brief- und Urkun­den­pa­pi­er ver­wen­det wurde. Ich habe weniger Far­ben und eine gerin­gere Intensität der Muster gewählt um die Tech­nik gut in das Pro­dukt inte­gri­eren zu können. Der Ruck­sack lässt sich durch ein verlängertes Innen­fut­ter mit einem Kordelzug ver­schließen. Der Kor­pus lässt sich zusätzlich seitlich mit zwei Druckknöpfen heften, welche bei voluminöser Befüllung ein­fach offen bleiben können. Die Trageriemen sind durch ein­fache Schieber ver­stell­bar.

Quelle Bild rechts unten : www.harmonie-ev.de